Alle Artikel in: Kunst & Kultur

Marktplatz Café Évora Alentejo

Évora – Die Metropole im Alentejo punktet mit Küche, Kirchen und Klöstern

Küsschen links. Küsschen rechts. Ganz landestypisch empfängt uns Olga in Évora, der größten Stadt im Alentejo. Eine junge Frau, die sich auskennt in der Region. „Für uns ist Essen und Trinken wichtiger als hippe Klamotten und modischer Firlefanz“. Der Besucher sieht das Évora auch an, das zu Portugals schönsten Städten gehört und heute unter dem Schutz des Weltkulturerbes steht. „Früher kam fast keiner hierher“, weiß Olga, „seit der Auszeichnung durch die UNESCO aber sind jetzt auch die Touristen da.“ Leben hauchen der Universitäts- und Bischofsstadt vor allem die Studenten ein, die Abend für Abend die Bars in der engen Altstadt bevölkern. „Die Menschen in Évora sind ruhiger und leiser als die im übrigen Portugal“, erzählt Olga. April und Mai, aber auch der Spätherbst sind so die besten Zeiten, um in Évora Station zu machen. Nicht mal zwei Stunden sind es mit dem Auto vom Flughafen Lissabon hierher. Quer durch eine Landschaft, die Korkeichen prägen. Bäume, deren Rinde alle neun Jahre geschält wird (lesen Sie auch: Alentejo zum Genießen und Entschleunigen. Der Großteil der Ernte wird …

Tipps Cuenca Spanien

Cuenca – Weltkulturerbe mit hängenden Häusern

Denkt man an eine spanische Stadt, deren Häuser an eine Schlucht gebaut sind, kommt einem zuerst Ronda in den Sinn. Cuenca hält mit seinen hängenden Häusern dagegen. Doch bei meinem Rundgang durch die Altstadt der Weltkulturerbe-Stadt merke ich, dass es hier weitaus mehr zu entdecken gibt. Zwei Stunden später steht für mich fest: Cuenca muss man gesehen haben! Natur, Kultur und köstlicher Käse in Cuenca Auf unserem Weg von der Sierra de Albarracín nach Madrid machen wir einen Stopp in Cuenca. Ich habe in der letzten Zeit viel von dieser Stadt in Zentralspanien (genauer: Kastilien-La Mancha) gehört und möchte mir nun endlich ein eigenes Bild machen. Die Spanier, mit denen ich gesprochen habe, schwärmen insbesondere von den „hängenden Häusern“ und so bin ich gespannt, was mich erwartet. Mit dem Auto fahre ich in die Innenstadt und finde kurz vor der Altstadt eine kostenpflichtige Parkbucht in der Calle Sargal. Mit 0,65€ pro Stunde ist das Parken günstig und das historische Stadtzentrum liegt nur fünf Gehminuten entfernt. In Spanien haben übrigens auch die Parkuhren Siesta und so …

Super-Yachten im Port Adriano auf Mallorca

Mondän, mondäner, Port Adriano! Mallorcas Hafen-Highlight

Naturgemäß gibt es auf größeren Inseln viele Häfen. Und auch auf Mallorca gibt es zahlreiche sehr schöne, sehenswerte Häfen. Doch einer davon sticht besonders hervor. Denn er ist nicht nur außerordentlich schön angelegt, sondern durch zahlreiche spektakuläre Events, Läden und Galerien mittlerweile ein absoluter Touristenmagnet und durchaus auch für Nicht-Segler oder Bootseigner einen Besuch wert: der Port Adriano. Nur rund 20 km südwestlich von Palma ist seit vier Jahren Mallorcas luxuriösester Yachthafen, der Port Adriano, zu finden. Bevor der französische Industrie-Designer Philippe Starck den Hafen in einer 6-jährigen Bauzeit aufwendig umgestaltet und deutlich vergrößert hat, war der Port Adriano ein kleiner, gemütlicher und eher unbedeutender Fischerei- und Yachthafen am Fuße der Steilküste von El Toro. Seit seiner pompösen Neu-Eröffnung im Jahr 2012 hat Mallorca einen mondänen Hotspot für die Schönen und Reichen hinzugewonnen. Denn der Fokus liegt auf noblen Super-Yachten, also Boote mit beeindruckenden 23 bis 60 Metern Länge. Ein Spaziergang durch den Port Adriano Und das erkennen Besucher auch schon von Weitem: beim Blick z.B. vom Gelände des etwas höher gelegenen Hotel Port Adriano …

Kermamikmalerei Keramikfabrik Lagoa

Zu Besuch in der Keramikfabrik in Lagoa

Auf der Azoreninsel São Miguel werden vielleicht dem ein oder anderen diese wunderschönen Straßenschilder aufgefallen sein aus weißen Fliesen mit blauen Mustern. Diese Fliesen sieht man auch in Kirchen oder Kapellen oder an Hauswänden. Häufig mit aufwendigen Szenen bemalt. Wer wissen möchte, wo diese gemacht werden, sollte die Keramikfabrik Viera in Lagoa besuchen. Man kann dort fast die gesamte Produktion ansehen. Der Lehm kommt von der Insel und wird aber noch mit Wasser angerührt, so dass die perfekte Konsistenz entsteht. Dann kommt er zur Weiterverarbeitung zu den jeweiligen Stationen. An einer der ersten Stationen wird der Lehm in Formen gegossen. Hier werden vor allem Hohlkörper gefertigt. Nach dem Gießen muss jedes Teil noch von Hand nachgearbeitet werden, was sehr aufwendig ist. In der Fabrik kann man etliche dieser Formen bewundern. An anderer Stelle wird der Ton auf der Scheibe gedreht. Auch hier entstehen wunderschöne Kannen, Tassen oder Vasen. Jedes Teil ist handgemacht. Insgesamt arbeiten 8 Personen in der Fabrik: 7 Frauen und 1 Mann. Jedes Teil wird zwei Mal gebrannt. Einmal nach dem Formen und …

Portugal Algarve Sagres Leuchtturm auf Klippe

Stille Pfade und viel Kultur: Algarve mal anders erleben

Schroffe Klippen umschließen idyllische Buchten, Atlantikwellen laufen auf den feinsandigen Stränden der Algarve aus: Die berühmte Ferienregion im Süden Portugals gilt als Traumziel für Sonnenhungrige aus ganz Europa. Die Region bietet aber noch mehr als Sonne, Strand und  Meer. Wir haben einige Tipps für Aktivurlauber und Kulturinteressierte zusammengestellt. Tageswanderungen an der Algarve Erst sanft, dann aber bis zu 1000 Meter hoch steigen die Hügel und Berge im Hinterland der Algarve auf. Wer die Naturschönheiten ganz in Ruhe erkunden will, macht sich am besten zu Fuß auf. Vor allem im Frühjahr, lange bevor in Deutschland die ersten Bäume knospen, beeindruckt die Region mit üppiger Blütenpracht, zum Beispiel auf dem Picota im Gebirge von Monchique. Bis vor wenigen Jahren mussten sich Wanderer auf einheimische Führer und gute Literatur verlassen. Mittlerweile wurden Wanderwege markiert. Per Wanderführer oder  Streckenbeschreibung lassen sich hier viele schöne Routen an und hinter der Küste begehen. Eine schöne Tour-Beschreibung entlang des Cabo Pontal an der Algarve finden Sie hier in unserem Online-Magazin. Fernwanderwege und Fernradwege an der Algarve Eine Woche oder noch länger unterwegs …

Sizilien Palermo Kathedrale

Mit Goethe zu Rosalia – Mitte Juli feiert Palermo

Mit einem riesigen Volksfest feiert Palermo auf Sizilien Jahr für Jahr seine Stadtpatronin, die Heilige Rosalia. Sie war die Nichte eines Normannenkönigs, die als Einsiedlerin hoch oben auf dem Monte Pellegrino lebte, Palermos Hausberg. Anno 1624 entdeckte ein Jäger dort ihre Gebeine, brachte sie in die Stadt und besiegte so angeblich die Pest. Ein Grund zum Feiern also! Rosalias Festtag ist der 15. Juli, wenn öffentliche Gebäude, Schulen und Geschäfte geschlossen bleiben. Morgens ist die Stadt wie ausgestorben, trifft man die Sizilianer beim Baden am Meer. Einige auch auf dem Monte Pellegrino, den schon Goethe während seiner italienischen Reise sprachlos machte. „Seine schöne Form“, notierte er 1787 in seinem Tagebuch, „lässt sich mit Worten nicht beschreiben…“ Heute führt eine breite Straße auf den Gipfel. Vorbei am Santuario, der alten Höhle, in der Rosalia einst gelebt haben soll. Ein feucht-kalter Chorraum, von dessen felsigen Wänden Wasser tropft. Ein Hort der Stille, den auch Goethe beeindruckte: „Der Andachtsort selbst ist der Demut der Heiligen, welche sich dahin flüchteten, angemessener als die prächtigen Feste, welche man ihrer völligen …

Lissabon Street Art Graffiti 13

Streetart Lissabon: Ein Gesamtkunstwerk

Lissabon bietet neben den bekannten Sehenswürdigkeiten auch Straßenkunst im öffentlichen Raum. Unzählige Graffitis zieren leer stehende Häuser, Giebel, Masten, Stromkästen, Flaschencontainer, Parkhäuser oder ungenutzte Etagen von Shoppingcentern. Während ertappte Sprayer woanders bestraft werden, stellt die Lissaboner Stadtverwaltung freie Wände und Flächen hierfür bereit. Verlassene Gebäude werden in der Stadt am Tejo nicht abgerissen sondern mit riesengroßen Graffitis gestaltet. Alte Fassaden, die sonst ein trostloses Dasein fristen, werden so zum Hingucker, zum Fotomotiv der Generation Selfie. Der unkonventionelle Umgang der Verantwortlichen mit dem Leerstand alter Bausubstanz zieht Kreative aus aller Welt an. Lissabon ist mittlerweile ein Mekka für internationale Streetart Künstler. Auch wenn die Straßenkunst aus der Dose für einige Bewohner noch immer die Verschandelung des kulturellen Erbes darstellt, betrachten Andere sie als Gewinn. Schon nach den ersten Schritten durch verwinkelte Gassen juckt es ambitionierten Fotografen in den Fingern. Die Vielfalt der Farben, Ornamente, Architektur und die zahlreichen Aussichtspunkte der Stadt auf den sieben Hügeln bilden eine grandiose Kulisse. Die oft melancholische Atmosphäre in Parks und Cafés lädt bei subtropischem Klima ein, seinen Gedanken nachzuhängen, die …

Blick auf Priego de Córdoba in Andalusien

Picasso, Olivenöl-Dynastien und schneeweiße Dörfer: von Málaga unterwegs in das faszinierende Hinterland Andalusiens

Die Fliegenden Fische von Estepona Ein überdimensional großer Angler fängt einen noch viel größeren Fisch, und das mitten in Estepona. Das riesige Kunstwerk ist auf mehreren Wänden einer großen Wohnanlage verewigt und zieht die Blicke der Besucher auf sich. Es ist eine von insgesamt 19 großen Wandmalereien in der andalusischen Stadt und ist zu Ehren der Fischereizunft entstanden. Denn Fische, vor allem die fliegenden Fische, sind ein Markenzeichen der rund 65.000 Einwohner zählenden Stadt. Und das natürlich auch auf dem kulinarischen Sektor, denn Fisch zählt an Atlantik und Mittelmeer zu den absoluten Spezialitäten. Zahlreiche Restaurants bieten hier köstliche Gerichte rund um den frisch gefangenen Fisch. Estepona liegt in der Provinz Málaga, in der autonomen Region Andalusien und gehört zur Costa del Sol. Der gepflegte Ort am Mittelmeer hat aber noch viel mehr zu bieten. Allein die Küste ist 21 Kilometer lang und lädt zum Spaziergang ein, denn unterwegs sind sieben Türme, die „Torres Alemenaras“ zu sehen, die  muslimisch-kastilianischen Ursprungs sind. Gibraltar liegt in Sichtweite, und bei klarem Wetter ist sogar Tunesien zu sehen. Blumig wird …

Tasche Buch Urlaubslektüre Tipps Sonnenbrille

Portugal Urlaubslektüre – Neu und für Sie entdeckt!

„Korkesel und Sardinenblüte – Das Handbuch für den Urlaub in Portugal“ Portugiesen benehmen sich öfters anders als man denkt, das stellt die deutsche Auswanderin Christina Zacker in ihrer neuen Heimat immer wieder gern fest. In ihrem jüngsten Werk erzählt sie uns aus ihrem Anekdoten reichen Leben an der Algarve. Empfehlenswert für diejenigen Urlauber, die sich nicht nur für die herrlichen Strände und Attraktionen in den Touristenzentren interessieren, sondern Land und Leute kennen lernen und vor allem verstehen wollen. Schon entdeckt? Die Autorin Christina Zacker ist auch regelmäßige Verfasserin interessanter und amüsanter Beiträge in unserem Sonnenseiten-Magazin. Taschenbuch, 292 Seiten Erstausgabe September 2015 ISBN 978-3-946223-02-3 12 €   „Porto und Douro Magazin“ Aus Liebe und Leidenschaft zur nordportugiesischen Douro-Region ist jetzt das erste deutschsprachige Reise- und Genussmagazin für diesen Teil Portugals entstanden. Die Ausgabe eins präsentiert Insider-Tipps für das Douro-Tal und wartet mit jeder Menge Wissenswertem rund um Wein, Portwein und die einfache, aber ehrliche Küche Nordportugals auf. Wein- und Reise-Interessierte erhalten auf der Seite porto-und-douro.de einen ersten Eindruck der schönen Douro-Region. Das 60 Seiten starke Heft …

Ausblick auf Besalú in Katalonien

Mittelalterliche Juwele in Katalonien: Besalú und Beget

Lust auf einen Ausflug ins Mittelalter? Dann folgen Sie mir auf einen Rundgang durch Besalú und Beget, zwei kleine, sehenswerte Juwele im Norden Kataloniens. Aus gutem Grund zählen sie zu den schönsten mittelalterlichen Orten der Region. Besalú – wie im Märchen Besalú ist ein echtes Schmuckstück, zählt aber noch immer zu den touristischen Geheimtipps Kataloniens. Die Stadt mit ca. 2500 Einwohnern liegt im Vulkangebiet Garrotxa und ist umgeben von Natur pur. Wer sich nach Schatten und Ruhe sehnt, findet beides in den vielen umliegenden Wäldern. Besalú selber beeindruckt mich direkt mit einem großartigen Ausblick von der Brücke über den Rio Fluvià aus auf die mittelalterlichen Fassaden. Ein Spaziergang in eine andere Zeit In den kleinen Gassen schlendere ich vorbei an malerischen Häusern, in denen unterschiedlichste Geschäfte untergebracht sind. Hier gibt es alles, von regionalen Produkten und Spezialitäten bis hin zu kunstvollen Souvenirs. Die historischen Gebäude erzeugen einen ganz besonderen Charme, der mich zurück in eine andere Zeit versetzt. Und auch solche Kuriositäten gibt es hier zu entdecken: Eine Palme, die sich elegant mit dem Mauerwerk …