Autor: Wolfgang W.

Marktplatz Café Évora Alentejo

Évora – Die Metropole im Alentejo punktet mit Küche, Kirchen und Klöstern

Küsschen links. Küsschen rechts. Ganz landestypisch empfängt uns Olga in Évora, der größten Stadt im Alentejo. Eine junge Frau, die sich auskennt in der Region. „Für uns ist Essen und Trinken wichtiger als hippe Klamotten und modischer Firlefanz“. Der Besucher sieht das Évora auch an, das zu Portugals schönsten Städten gehört und heute unter dem Schutz des Weltkulturerbes steht. „Früher kam fast keiner hierher“, weiß Olga, „seit der Auszeichnung durch die UNESCO aber sind jetzt auch die Touristen da.“ Leben hauchen der Universitäts- und Bischofsstadt vor allem die Studenten ein, die Abend für Abend die Bars in der engen Altstadt bevölkern. „Die Menschen in Évora sind ruhiger und leiser als die im übrigen Portugal“, erzählt Olga. April und Mai, aber auch der Spätherbst sind so die besten Zeiten, um in Évora Station zu machen. Nicht mal zwei Stunden sind es mit dem Auto vom Flughafen Lissabon hierher. Quer durch eine Landschaft, die Korkeichen prägen. Bäume, deren Rinde alle neun Jahre geschält wird (lesen Sie auch: Alentejo zum Genießen und Entschleunigen. Der Großteil der Ernte wird …

Sizilien Palermo Kathedrale

Mit Goethe zu Rosalia – Mitte Juli feiert Palermo

Mit einem riesigen Volksfest feiert Palermo auf Sizilien Jahr für Jahr seine Stadtpatronin, die Heilige Rosalia. Sie war die Nichte eines Normannenkönigs, die als Einsiedlerin hoch oben auf dem Monte Pellegrino lebte, Palermos Hausberg. Anno 1624 entdeckte ein Jäger dort ihre Gebeine, brachte sie in die Stadt und besiegte so angeblich die Pest. Ein Grund zum Feiern also! Rosalias Festtag ist der 15. Juli, wenn öffentliche Gebäude, Schulen und Geschäfte geschlossen bleiben. Morgens ist die Stadt wie ausgestorben, trifft man die Sizilianer beim Baden am Meer. Einige auch auf dem Monte Pellegrino, den schon Goethe während seiner italienischen Reise sprachlos machte. „Seine schöne Form“, notierte er 1787 in seinem Tagebuch, „lässt sich mit Worten nicht beschreiben…“ Heute führt eine breite Straße auf den Gipfel. Vorbei am Santuario, der alten Höhle, in der Rosalia einst gelebt haben soll. Ein feucht-kalter Chorraum, von dessen felsigen Wänden Wasser tropft. Ein Hort der Stille, den auch Goethe beeindruckte: „Der Andachtsort selbst ist der Demut der Heiligen, welche sich dahin flüchteten, angemessener als die prächtigen Feste, welche man ihrer völligen …